Ukraine und Spanien unterzeichnen Abkommen über Rüstungskooperation und Infrastrukturfinanzierung

Die Ukraine baut ihr Netzwerk verlässlicher Partner weiter aus: In Madrid unterzeichneten Kyjiw und Madrid ein Bündel von Abkommen über gemeinsame Rüstungsproduktion, Eisenbahnfinanzierung und diplomatische Zusammenarbeit.

Ukraine und Spanien unterzeichnen Abkommen über Rüstungskooperation und Infrastrukturfinanzierung
Foto: Daniel Prado / Unsplash

Madrid – In der spanischen Hauptstadt Madrid haben die Ukraine und das Königreich Spanien eine Reihe bilateraler Vereinbarungen unterzeichnet, die sowohl die gemeinsame Rüstungsproduktion als auch die finanzielle Unterstützung ukrainischer Infrastruktur umfassen.

Herzstück des Pakets ist ein Memorandum zwischen den Verteidigungsministerien beider Länder, das den Aufbau einer gemeinsamen Rüstungsproduktion auf spanischem Territorium vorsieht. Damit soll das technologische Know-how Madrids mit den praktischen Kriegserfahrungen und dem konkreten Bedarf der Ukraine verknüpft werden – zum Nutzen der gemeinsamen Sicherheit.

Im Bereich der Bahninfrastruktur wurde ein Abkommen zwischen der staatlichen ukrainischen Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzja und dem spanischen Unternehmen Tria unterzeichnet, das Ingenieur-, Planungs- und Testarbeiten umfasst. Darüber hinaus schlossen Ukrsalisnyzja und das spanische staatliche Kreditinstitut Instituto de Crédito Oficial einen Vertrag über nicht rückzahlbare Finanzierung ab, der der Ukraine direkte finanzielle Unterstützung für den Eisenbahnsektor sichert.

Ergänzt wird das Paket durch ein Memorandum zur Zusammenarbeit zwischen der Diplomatischen Schule des Außenministeriums der EU sowie Spaniens und der Diplomatischen Akademie des ukrainischen Außenministeriums.

Die Unterzeichnungen in Madrid reihen sich in eine Woche intensiver bilateraler Abkommen ein: Erst am Vortag hatte Präsident Selenskyj in London gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer einen umfassenden strategischen Dialog auf den Weg gebracht, der unter anderem jährliche Militärhilfe von mindestens 3 Milliarden Pfund bis 2031 vorsieht.