Ukraine trifft russische Mikroelektronik-Fabrik in Brjansk – Schlüsselwerk für Iskander-Raketen zerstört

Der ukrainische Generalstab veröffentlichte ein Video eines Storm Shadow-Raketenangriffs auf ein Mikroelektronikwerk in Brjansk.

Ukraine trifft russische Mikroelektronik-Fabrik in Brjansk – Schlüsselwerk für Iskander-Raketen zerstört
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Brjansk/Kyjiw – Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Marschflugkörpern des Typs Storm Shadow einen gezielten Schlag gegen einen bedeutenden russischen Rüstungsbetrieb geführt. Wie der ukrainische Generalstab mitteilte, wurde dabei das Mikroelektronik-Werk „Kremnij El" in der russischen Stadt Brjansk getroffen und erheblich beschädigt.

Das Werk gilt als kritisches Glied in der russischen Produktionskette für Präzisionswaffen. Es ist auf diskrete Halbleitertechnik und integrierte Schaltkreise spezialisiert – Bauteile, die als Steuerungs- und Leitsysteme in modernen Waffensystemen eingesetzt werden, darunter die russischen Iskander-Raketen. Der Generalstab bezeichnete diese Komponenten als das „Gehirn" und „Nervensystem" der entsprechenden Waffen. Erhebliche Schäden an den Produktionsanlagen seien bestätigt worden, das genaue Ausmaß der Zerstörungen werde noch ermittelt.

Die Aufklärung für den Angriff übernahm eine Einheit des ukrainischen Regiments für unbemannte Systeme „Raid", das für Drohnenaufklärung und Zielerfassung zuständig ist.

Der Treffer kommt zu einem strategisch bedeutsamen Zeitpunkt: Russland ist bei der Produktion von Präzisionsraketen zunehmend auf funktionsfähige Mikroelektronik angewiesen, nachdem westliche Sanktionen den Import entsprechender Bauteile stark eingeschränkt haben. Ein Ausfall des Brjansker Werks dürfte die ohnehin unter Druck stehende russische Rüstungsproduktion weiter belasten.