Ukraine trifft russische Luftabwehrwartungsanlage auf der Krim

Präziser Nachtangriff: Die Ukraine trifft eine zentrale Wartungsanlage der russischen Luftabwehr auf der Krim. Der Schlag ist Teil einer Serie gezielter Attacken auf militärische Schlüsselstrukturen.

Ukraine trifft russische Luftabwehrwartungsanlage auf der Krim
Foto: t.me/GeneralStaffZSU

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum 19. März einen gezielten Angriff auf ein Rüstungsobjekt des russischen Konzerns Almaz-Antei auf der besetzten Krim durchgeführt. Getroffen wurde das Innovationszentrum des Produktions- und Technikbetriebs „Granit" in der Nähe der Fiolentiwske-Chaussee – eine Einrichtung, die für die Wartung und Reparatur russischer Luftabwehrsysteme zuständig ist.

Laut dem ukrainischen Generalstab bildet der Betrieb das technische Rückgrat des russischen Luftabwehrschirms auf der Krim. In seinen Werkstätten werden unter anderem die Raketensysteme S-400 „Triumf" und S-300PM2 „Favorit" gewartet sowie die Radarsysteme 92N6E und 96L6E instand gesetzt. Darüber hinaus werden dort die Mittelstrecken-Luftabwehrsysteme Buk-M2 und Buk-M3 sowie die Kurzstreckenabwehr Tor-M2 repariert.

Im Rahmen desselben Angriffseinsatzes wurden nach Angaben des Generalstabs auch russische Truppenstationierungsplätze in der Bucht von Strilezka bei Sewastopol getroffen.

Der Schlag gegen das Almaz-Antei-Objekt reiht sich in eine Serie ukrainischer Präzisionsangriffe auf russische Rüstungsinfrastruktur ein. Erst drei Tage zuvor, am 16. März, hatten ukrainische Streitkräfte zwei Luftfahrtreparaturfabriken tief im russischen Hinterland angegriffen: den Flugzeugbaukonzern Awiastar in Uljanowsk, der militärische Transportflugzeuge vom Typ Il-76 produziert, sowie den 123. Luftfahrtreparaturbetrieb in Staraja Russa in der Oblast Nowgorod.