Ukraine erhält 40 Millionen US-Dollar von der Weltbank zur Rettung des Energiesystems
Mitten im andauernden russischen Beschuss der ukrainischen Energieinfrastruktur kommt dringend benötigte Hilfe: Die Ukraine erhält 40 Millionen US-Dollar von der Weltbank.
Die Mittel sollen dem staatlichen Netzbetreiber Ukrenergo helfen, dringend benötigte Ausrüstung zu beschaffen und das Stromnetz schrittweise wiederherzustellen.
Vizepremierminister und Energieminister Denys Schmyhal gab die Vereinbarung heute bekannt. Auf X schrieb er: „Die Weltbank plant, bis zu 40 Millionen US-Dollar an NEC Ukrenergo bereitzustellen, um kritisch wichtige Ausrüstung zu kaufen, die für die Wiederherstellung des Energiesystems notwendig ist.“ Verhandlungspartnerin auf Seiten der Weltbank war Anna Bjerde, Generaldirektorin für Operationen.
Die 40 Millionen sind Teil eines umfassenderen internationalen Hilfspakets. Erst vor Kurzem traf die erste Lieferung von Energieausrüstung aus Deutschland ein – Bestandteil eines Winter-Notfallpakets. Internationale Partner haben zugesagt, mehr als 6.000 Einheiten Technik zu liefern, um die Schäden an Umspannwerken, Kraftwerken und Leitungen zu beheben.
Der Hintergrund bleibt dramatisch: Seit Herbst 2022 greift Russland systematisch die ukrainische Energiewirtschaft an. Tausende Haushalte, Krankenhäuser und Betriebe waren wiederholt ohne Strom. Trotz massiver Zerstörungen und zahlreicher Blackouts hat das ukrainische Personal das Netz unter Lebensgefahr immer wieder notdürftig repariert. Die neuen Mittel der Weltbank sollen nun gezielt Lücken schließen: Transformatoren, Schaltanlagen und Ersatzteile, die auf dem Weltmarkt rar und extrem teuer sind.
Experten werten die Zusage als klares Signal: Die internationale Gemeinschaft lässt trotz Kriegsmüdigkeit in Europa und den USA nicht locker und hält die Ukraine nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich am Leben. „Jede zurückgewonnene Megawattstunde bedeutet Licht in Krankenhäusern, Wärme in Schulen und die Chance, dass Menschen im Winter nicht erfrieren“, erklärte ein hochrangiger Vertreter des Energieministeriums.
Die Ukraine will die Mittel schnell einsetzen. Parallel laufen weitere Verhandlungen mit der Weltbank und anderen Gebern über zusätzliche Unterstützung im Energiesektor. Für Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer könnte dieser Winter damit etwas weniger dunkel und kalt werden – dank einer der wichtigsten Hilfszusagen seit Kriegsbeginn.