Russland attackiert Ukraine mit fast 1.000 Drohnen – 7 Tote und mindestens 50 Verletzte
Russland hat die Ukraine mit fast 1.000 Drohnen attackiert und dabei vor allem westliche Städte wie Lwiw und Iwano-Frankiwsk schwer getroffen – mit mindestens 7 Toten und über 50 Verletzten.
Russland hat innerhalb von 24 Stunden fast 1.000 Kampfdrohnen gegen die Ukraine eingesetzt und damit einen der schwersten Luftangriffe des gesamten Krieges geflogen. Betroffen waren vor allem zentrale und westliche Landesteile – darunter Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Winnyzja, Schytomyr, Ternopil und Chmelnyzkyj. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt.
Besonders schwer traf es Lwiw. Mehr als 550 Kamikaze-Drohnen wurden am Nachmittag des 24. März in einer ungewöhnlichen Tagesangriffswelle abgefeuert. In der Gebietshauptstadt wurden mindestens 32 Menschen verletzt. Brände brachen in Wohngebäuden im historischen Stadtzentrum und im Stadtteil Sychiv aus. Auch das Bernardinerkloster, ein nationales Baudenkmal innerhalb des von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuften Stadtzentrums, wurde beschädigt. Das Ausmaß der Schäden wird noch ermittelt.
In Iwano-Frankiwsk wurden zwei Menschen getötet, vier weitere verletzt – darunter ein sechsjähriges Kind. Drohnen trafen das Stadtzentrum und beschädigten unter anderem ein Entbindungskrankenhaus sowie rund zehn Wohngebäude. In Winnyzja kam eine Person ums Leben, 13 wurden verletzt. In Schytomyr wurde ein zwölfjähriges Mädchen bei einem Treffer auf ein Wohngebäude im Stadtzentrum verletzt und hospitalisiert. In Chmelnyzkyj erlitt ein Mann ein Schädel-Hirn-Trauma, in Teilen der Region fiel der Strom aus. In Ternopil wurden Energieinfrastruktur und ein Verwaltungsgebäude getroffen, was ebenfalls zu Stromausfällen führte.
Auch Kyjiw und die umliegenden Gebiete gerieten unter Beschuss. Die ukrainische Luftwaffe meldete mehrfach heranfliegende Drohnen aus nördlicher Richtung; Luftalarm wurde in der Hauptstadt für den frühen Nachmittag ausgerufen.
Einem Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums zufolge verändert Russland seine Angriffsstrategie fortlaufend, um Schwachstellen in der ukrainischen Luftabwehr zu finden. Die aktuelle Taktik bestehe darin, Angriffe zeitlich gestreckt durchzuführen, um die Abwehrsysteme zu überlasten.