NATO-General versichert US-Senat: Waffenlieferungen an Ukraine laufen trotz Iran-Krieg weiter
Die NATO versichert, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine trotz des US-Krieges mit dem Iran fortgesetzt werden.
Washington – Der Oberste Alliierte Befehlshaber Europa der NATO, General Alexus Grynkewich, hat dem Streitkräfteausschuss des US-Senats versichert, dass die militärische Unterstützung für die Ukraine unverändert fortgesetzt wird – ungeachtet des laufenden Krieges der USA gegen den Iran. Strategische Waffenlieferungen an Kyjiw seien nicht unterbrochen worden, erklärte der General. Eine detaillierte Auflistung der gelieferten Systeme kündigte er für eine anschließende Geheimberatung an.
Auslöser der Anhörung war die Sorge des demokratischen Senators Jack Reed: Durch den Iran-Konflikt sehe sich das Pentagon gezwungen, knappe Abfangraketen für Patriot-Systeme in den Persischen Golf zu verlegen – was die ukrainische Luftverteidigung empfindlich schwächen könnte. Reed verwies zudem auf die wirtschaftliche Dimension: Die durch den Nahostkrieg ausgelösten Ölpreissteigerungen verschafften Putin Zusatzeinnahmen, die er direkt zur Finanzierung seines Angriffskrieges nutzen kann.
General Grynkewich räumte ein, dass die Dauer des Iran-Konflikts die Schwankungen auf dem Ölmarkt unmittelbar beeinflusse. Die Lage sei jedoch unter der Kontrolle von Präsident Trump und der Führung des Pentagons, betonte er. Die Verbündeten verfügten über ausreichend Ressourcen, um gleichzeitig der iranischen Bedrohung zu begegnen und die Ukraine weiter zu stärken.
Die Aussagen des NATO-Generals stehen im Einklang mit einer Warnung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas, die bereits Anfang März darauf hingewiesen hatte, dass der Nahostkonflikt die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gefährde – weil er weltweit die Bestände an Flugabwehrmitteln verringere.