Kyrylo Budanow wird neuer Leiter des ukrainischen Präsidialamts

Am 2. Januar 2026 hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine echte Bombe platzen lassen: Kyrylo Budanow, der charismatische und kompromisslose Leiter der ukrainischen Militäraufklärung (HUR), übernimmt das Präsidialamt.

Kyrylo Budanow wird neuer Leiter des ukrainischen Präsidialamts
Foto: president.gov.ua

Ein Mann aus den Schatten der Geheimdienste rückt nun ins Zentrum der Macht.

Selenskyj begründete die Entscheidung in einer direkten Botschaft: Die Ukraine braucht jetzt mehr denn je Konzentration auf Sicherheit, die Stärkung der Streitkräfte und harte Diplomatie. Kyrylo Budanow bringt genau die Erfahrung und die innere Stärke mit, um in diesen Bereichen echte Ergebnisse zu liefern. Der Aufklärer hat dem Angebot sofort zugestimmt und erhielt bereits den Auftrag, zusammen mit dem Nationalen Sicherheitsrat die strategischen Grundlagen der ukrainischen Verteidigung zu überarbeiten.

Der Abschied von Andrij Jermak

Der Wechsel kommt nicht aus heiterem Himmel. Ende November 2025 hatte Andrij Jermak, der langjährige Leiter des Präsidialamts und einer der einflussreichsten Berater Selenskyjs, seinen Rücktritt eingereicht. Kurz zuvor waren Durchsuchungen im Zusammenhang mit schweren Korruptionsvorwürfen im Energiebereich durchgeführt worden – ein Skandal, der hohe Kreise erreichte. Selenskyj sprach damals von einem notwendigen „Neustart“ des Präsidialamts.

Wer ist Kyrylo Budanow – der neue starke Mann?

Der 1986 geborene Budanow gilt als einer der toughsten Akteure im ukrainischen Sicherheitsapparat. Mit nur 34 Jahren wurde er 2020 der jüngste Chef der Militäraufklärung in der Geschichte des Landes. Seine Karriere liest sich wie ein Action-Thriller:

  • Abschluss mit Auszeichnung an der Militärakademie Odessa
  • Seit 2014 Einsätze im Donbass, mehrfach schwer verwundet (ein Splitter sitzt bis heute unverrichtbar nahe seinem Herzen)
  • Leitung geheimer Spezialoperationen, darunter ein spektakulärer Sabotageeinsatz auf der Krim 2016
  • Unter seiner Führung organisierte das HUR kühne Angriffe tief in russisches Territorium, koordinierte große Gefangenenaustausche und führte Cyber-Operationen durch

Budanow ist bekannt für seine schonungslos offenen Prognosen – bereits im Herbst 2021 warnte er vor der russischen Großinvasion. Mehrfach überlebte er Attentate: 2019 explodierte sein Auto in Kyjiw, 2023 wurde seine Frau Marianna mit Schwermetallen vergiftet. Russland hat ihn auf die Terrorliste gesetzt und wirft ihm unter anderem Anschläge auf die Krim-Brücke vor.

Mit Kyrylo Budanow an der Spitze des Präsidialamts signalisiert Selenskyj eine klare Botschaft: In Zeiten anhaltenden Krieges setzt die Ukraine auf Härte, Geheimdienst-Kompetenz und kompromisslose Verteidigung. Ein neues Kapitel in Kyjiw beginnt – und es verspricht, alles andere als langweilig zu werden.