Drohnenangriff legt Russlands siebtgrößte Ölraffinerie lahm
Nach ukrainischen Drohnenangriffen hat die Großraffinerie Kirischi nahe Sankt Petersburg offenbar die Produktion eingestellt – das Werk verarbeitet rund sieben Prozent des gesamten russischen Rohöls.
Eine der größten Ölraffinerien Russlands hat nach ukrainischen Drohnenangriffen offenbar die Produktion eingestellt. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider aus der Branche. Bei den Angriffen auf die Raffinerie Kirischinefteorgsintez im Nordwesten Russlands seien mehrere Anlagen des Werks in Brand geraten. Der Betreiber Surgutneftegas hat sich bisher nicht öffentlich geäußert.
Die Raffinerie in der Stadt Kirischi, rund 130 Kilometer südöstlich von Sankt Petersburg gelegen, zählt zu den bedeutendsten des Landes. Zuletzt verarbeitete sie jährlich rund 18 Millionen Tonnen Rohöl – das entspricht etwa sieben Prozent der gesamten russischen Ölverarbeitungskapazität. Ein längerer Ausfall hätte damit spürbare Auswirkungen auf Russlands Kraftstoffversorgung und Exporteinnahmen.
Der Angriff reiht sich in eine Serie ukrainischer Tiefschläge gegen russische Energieinfrastruktur ein. Erst in der Nacht auf den 25. März hatten Drohnen das Energiewerk NOWATĖK im Hafen Ust-Luga nahe Sankt Petersburg getroffen und dort Tanks in Brand gesetzt. Zuvor wurden in den Wochen davor unter anderem der Ölterminal Primorsk sowie die Raffinerie in Saratow attackiert.