Diplomatischer Eklat: Ukraine fordert Ungarn zur Rückgabe von Bargeld und Gold auf

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Ungarn offiziell aufgefordert, beschlagnahmtes Bargeld und Goldbarren der staatlichen ukrainischen Ощадbank (Oschadbank) unverzüglich zurückzugeben.

Diplomatischer Eklat: Ukraine fordert Ungarn zur Rückgabe von Bargeld und Gold auf
Foto: Mufid Majnun / Unsplash

Der Vorfall verschärft den ohnehin angespannten diplomatischen Konflikt zwischen Kyjiw und Budapest erheblich.

Ungarn hatte Geldtransporter der Oschadbank gestoppt, die Währungsreserven und Edelmetalle aus Österreich in die Ukraine überführen sollten. Nach Angaben der Bank handelt es sich um 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro sowie 9 Kilogramm Bankgold. Die sieben ukrainischen Fahrer wurden inzwischen freigelassen und kehrten am 6. März in die Ukraine zurück – die Wertgegenstände jedoch verblieben in ungarischem Gewahrsam.

Sybiha bezeichnete den Vorgang als beispiellosen Fall von „staatlichem Banditismus und Racketeering" und betonte, dass die einbehaltenen Mittel ausschließlich Eigentum der ukrainischen Staatsbank und damit der ukrainischen Steuerzahler seien. Er rief alle europäischen Partner dazu auf, den Vorfall öffentlich zu verurteilen. Die Oschadbank selbst hatte bereits am Abend des 7. März eine offizielle Erklärung veröffentlicht und die sofortige Rückgabe der Fahrzeuge und Wertgegenstände gefordert.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn unter Ministerpräsident Viktor Orbán ein, der wiederholt durch prorussische Positionen und Blockaden innerhalb der EU aufgefallen ist. Ungarische Faktenchecker wiesen zudem darauf hin, dass russische Propagandakanäle den Vorfall für eine gezielte Desinformationskampagne nutzen – mit KI-generierten Falschbildern über die ukrainischen Transportfahrer.