„We don’t believe that happened“: Trump weist Putins Vorwurf eines ukrainischen Angriffs auf seine Residenz zurück

Genau diese Worte – „We don’t believe that happened“ – verwendete US-Präsident Donald Trump am 4. Januar 2026, um Putins dramatische Behauptung eines ukrainischen Drohnenangriffs auf seine Residenz klar abzulehnen.

„We don’t believe that happened“: Trump weist Putins Vorwurf eines ukrainischen Angriffs auf seine Residenz zurück
Foto: David Everett Strickler / Unsplash

Diese Aussage markiert eine deutliche Kehrtwende Washingtons in einer Angelegenheit, die den sensiblen Friedensprozess im Ukraine-Krieg kurzzeitig erschüttert hatte.

Russland hatte Ende Dezember 2025 behauptet, die Ukraine habe mit 91 Drohnen einen gezielten Angriff auf eine von Putin genutzte Residenz in der Region Nowgorod (Valdai) verübt. Putin selbst informierte Trump in einem Telefonat darüber, was den US-Präsidenten zunächst „very angry“ machte – eine Reaktion, die Moskau prompt als Bestätigung seiner Version nutzte.

Doch nach einer Überprüfung durch US-Geheimdienste, insbesondere einer Einschätzung des CIA, änderte Trump seine Haltung grundlegend. „We don’t believe that happened now that we’ve been able to check“, erklärte er Reportern an Bord der Air Force One. Es habe zwar „something that happened fairly nearby“ gegeben, aber nichts, das mit Putins Residenz zu tun hatte. Die CIA kam zu dem Schluss, dass die Ukraine kein Putin-Anwesen als Ziel hatte – stattdessen dürften militärische oder industrielle Objekte in der Region angegriffen worden sein, wie es bereits früher der Fall war.

Die Ukraine wies die Vorwürfe von Anfang an als „komplette Erfindung“ zurück. Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein Außenminister Andrij Sybiha sehen darin einen gezielten Versuch Moskaus, die gerade laufenden Friedensverhandlungen zu sabotieren – genau in einer Phase, in der Fortschritte bei einem neuen Rahmenabkommen mit den USA gemeldet wurden.

Russland hielt an seiner Narrative fest: Videos von Drohnenwracks wurden veröffentlicht, Teile eines Navigationssystems an US-Vertreter übergeben. Doch unabhängige Beobachter, lokale Bewohner in Valdai und Analysen wie vom Institute for the Study of War (ISW) fanden keine stichhaltigen Beweise: Keine Explosionen, keine Sirenen, keine typischen Social-Media-Aufnahmen von Abfangaktionen.

Trump unterstrich trotz alledem sein Ziel, den Krieg zu beenden: „25,000 to 30,000 soldiers are being killed every single month [...] And if I could get it stopped, I’d like to get it stopped.“ Indem er Putins Version öffentlich mit „We don’t believe that happened“ entkräftete und sogar einen skeptischen Artikel der New York Post teilte, signalisiert er, dass er russische Behauptungen künftig kritischer prüfen wird.

Dieser Vorfall unterstreicht die Fragilität der aktuellen Diplomatie. Russische Desinformation scheint darauf abzuzielen, Zeit zu schinden und Maximalforderungen durchzusetzen. Trumps klare Ablehnung – direkt aus dem Munde des Präsidenten zitiert – könnte jedoch ein Wendepunkt sein: Ein Zeichen, dass Washington nicht jeden russischen Vorwurf ungeprüft akzeptiert. In einem Krieg, in dem Narrative ebenso wichtig sind wie Waffen, ist das ein kleiner, aber signifikanter Sieg für die Glaubwürdigkeit der Fakten.