Ukrainischer Generalstab meldet Treffer auf großes russisches Arsenal in Wolgograd

Der ukrainische Generalstab hat am Freitag die Zerstörung eines der größten Munitionslager des russischen Militärs in der Wolgograd-Region bekannt gegeben.

Ukrainischer Generalstab meldet Treffer auf großes russisches Arsenal in Wolgograd
Foto: telegram/exilenova_plus

Kyjiw – Laut offizieller Angaben wurde das Arsenal mit hochpräzisen "Flamingo"-Raketen angegriffen, was zu massiven Explosionen und erheblichen Verlusten für die russischen Streitkräfte führte. Ein Video des Vorfalls, das vom Generalstab veröffentlicht wurde, zeigt die dramatischen Detonationen und unterstreicht die Wirksamkeit des Einsatzes.

Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum 12. Februar in der Nähe von Wolgograd, einer strategisch wichtigen Region im Süden Russlands. Das betroffene Arsenal galt als eines der größten Depots für Munition und Ausrüstung der russischen Armee und versorgte Truppen an der Front in der Ukraine. "Unsere Streitkräfte haben mit Flamingo-Raketen präzise Ziele getroffen und eines der Schlüsselarsenale des Aggressors zerstört", erklärte der Generalstab in einer offiziellen Mitteilung auf seiner Website. Die Raketen, die als fortschrittliche Langstreckenwaffen gelten, sollen aus einer Entfernung von über 300 Kilometern abgefeuert worden sein und trotz russischer Luftabwehrsysteme ihr Ziel erreicht haben.

Augenzeugenberichte aus der Region sprechen von einer Serie von Explosionen, die die Nacht zum Tag machten und in einem Umkreis von mehreren Kilometern zu spüren waren. Lokale Medien in Russland berichteten zunächst von "technischen Problemen" in einem Militärobjekt, doch unabhängige Quellen bestätigten später Schäden durch einen Raketenangriff. Das russische Verteidigungsministerium hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben, was Spekulationen über die Schwere der Verluste nährt. Experten schätzen, dass der Verlust des Arsenals die russische Logistik an der Front erheblich behindern könnte, insbesondere bei der Versorgung mit Artilleriegranaten und Raketen.

Der Einsatz der "Flamingo"-Raketen markiert einen weiteren Meilenstein in der ukrainischen Militärstrategie, die zunehmend auf Fernangriffe setzt, um russische Nachschublinien zu unterbrechen. Diese Waffen, die angeblich eine Weiterentwicklung internationaler Systeme darstellen, wurden in den letzten Monaten mehrmals erfolgreich eingesetzt. "Dieser Schlag zeigt, dass wir in der Lage sind, tief in feindliches Territorium vorzudringen und entscheidende Ziele zu eliminieren", zitierte der Generalstab einen Sprecher. Das veröffentlichte Video, das Drohnenaufnahmen und Satellitenbilder kombiniert, dient nicht nur als Beweis, sondern auch als moralischer Boost für die ukrainischen Truppen.

Der Vorfall ereignet sich inmitten anhaltender Eskalationen im Ukraine-Krieg, der nun in sein fünftes Jahr geht. Internationale Beobachter warnen vor einer möglichen russischen Vergeltung, die zu weiteren Zivilopfern führen könnte. Die EU und die USA haben den ukrainischen Angriff als legitime Selbstverteidigung begrüßt, während Russland von "Terrorakten" spricht. Bislang gibt es keine unabhängigen Bestätigungen der genauen Schäden, doch Satellitenbilder von westlichen Diensten sollen in Kürze veröffentlicht werden.

Weitere Entwicklungen werden erwartet, da beide Seiten ihre Militäroperationen intensivieren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte den Vorfall in einer Videobotschaft: "Jeder Treffer bringt uns dem Sieg näher. Unsere Partner unterstützen uns mit den notwendigen Waffen, und wir nutzen sie effektiv."