Ukrainische Marine schießt russischen Hubschrauber Ka-27 über dem Schwarzen Meer ab

Die ukrainische Marine hat am 5. März einen russischen U-Boot-Jagdhubschrauber des Typs Ka-27 über dem Schwarzen Meer abgeschossen. Es ist bereits der 348. russische Hubschrauber, der seit Beginn der Vollinvasion vernichtet wurde.

Ukrainische Marine schießt russischen Hubschrauber Ka-27 über dem Schwarzen Meer ab
Foto: Ukrainische Marine

Die ukrainischen Seestreitkräfte haben am Donnerstag einen russischen Marinehubschrauber Ka-27 über dem Schwarzen Meer zerstört. Das teilte die ukrainische Marine offiziell mit. „Mit Mitteln und Kräften der Marine der Streitkräfte der Ukraine wurde ein feindlicher Schiffs-U-Boot-Jagdhubschrauber vom Typ Ka-27 über dem Schwarzen Meer vernichtet", heißt es in der Meldung.

Was ist ein Ka-27?

Der Ka-27 ist ein Marinehubschrauber, der speziell für die U-Boot-Bekämpfung entwickelt wurde. Er kann von Kriegsschiffen verschiedener Klassen aus operieren, moderne U-Boote und Überwasserziele aufspüren, Daten an Schiffs- und Küstenkommandostellen übermitteln und feindliche Ziele mit bordeigenen Waffen angreifen. Der Abschuss ist daher nicht nur ein symbolischer Erfolg – er schwächt die Fähigkeit der russischen Schwarzmeerflotte, ukrainische und alliierte U-Boot-Aktivitäten zu überwachen und zu bekämpfen.

Bereits der zweite Ka-27-Abschuss innerhalb weniger Wochen

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass ein russischer Ka-27 über der Region verloren geht. Bereits im Februar hatten ukrainische Streitkräfte einen Hubschrauber dieses Typs auf der Krim zerstört. Der heutige Treffer über dem offenen Meer zeigt, dass Kyjiw seine Fähigkeit zur Bekämpfung russischer Marineluftkräfte auch fernab der Küste gezielt ausgebaut hat.

Wachsende Verluste in der Luft

Seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 hat Russland laut ukrainischem Generalstab inzwischen 348 Hubschrauber verloren – ein enormer Aderlass für die russische Militärluftfahrt. Zusammen mit den Verlusten bei Kampfflugzeugen, Drohnen und Marschflugkörpern zeichnet sich ein klares Bild ab: Russlands ursprüngliche Luftüberlegenheit ist durch den anhaltenden Widerstand der Ukraine und die Weiterentwicklung ukrainischer Abwehrsysteme erheblich geschwunden.

Der Abschuss des Ka-27 fügt sich zudem in einen weiteren Erfolg des Tages ein: Quellen aus ukrainischen Sicherheitskreisen meldeten zeitgleich, dass die russische Fregatte „Admiral Essen" durch einen Angriff des ukrainischen Geheimdienstes SBU so schwer beschädigt wurde, dass sie vorerst nicht mehr in der Lage ist, Kalibr-Marschflugkörper auf die Ukraine abzufeuern.

Das Schwarze Meer bleibt damit ein zentraler Schauplatz des Krieges – und die ukrainische Marine ein Akteur, der trotz knapper Ressourcen immer wieder folgenschwere Treffer landet.