Ukraine erhält von Norwegen französische Präzisionsbomben im Wert von Milliarden

In einem bedeutenden Schritt zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigung hat Norwegen eine umfangreiche Lieferung französischer gelenkter Luftbomben an die Ukraine angekündigt.

Ukraine erhält von Norwegen französische Präzisionsbomben im Wert von Milliarden
Foto: Ukraine-Journal

Kyjiw/Oslo – Die Waffen, darunter die hochpräzisen AASM Hammer-Bomben, sollen die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte im Luftkampf erheblich stärken.

Das Abkommen basiert auf einer bilateralen Vereinbarung zwischen Norwegen und Frankreich, die den Kauf von Präzisions-Luft-Boden-Munition und Überwachungssystemen ermöglicht. Norwegen stellt hierfür etwa 4,2 Milliarden norwegische Kronen (rund 380 Millionen Euro) zur Verfügung, während Frankreich einen Kredit in Höhe von weiteren 3 Milliarden Kronen (etwa 270 Millionen Euro) garantiert. Diese Mittel dienen der Beschaffung der Munition, die speziell für den Einsatz in Konfliktgebieten wie der Ukraine optimiert ist.

Die AASM Hammer-Bomben, die von der französischen Firma Safran hergestellt werden, sind modulare Präzisionswaffen, die herkömmliche Bomben in gelenkte Geschosse umwandeln. Sie können mit GPS, Infrarot- oder Laserlenkung ausgestattet werden und erreichen Ziele in bis zu 70 Kilometern Entfernung. Experten sehen in dieser Lieferung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der ukrainischen Luftwaffe, insbesondere im Kontext des anhaltenden Konflikts mit Russland.

„Diese Unterstützung unterstreicht Norwegens Engagement für die Sicherheit Europas und die Verteidigung der Ukraine gegen Aggression“, hieß es in einer offiziellen Erklärung des norwegischen Verteidigungsministeriums. Details zu der genauen Menge der Bomben oder dem Lieferzeitplan wurden nicht veröffentlicht, doch Quellen deuten darauf hin, dass die ersten Lieferungen in den kommenden Monaten erfolgen könnten.

Frankreichs Beteiligung an dem Deal betont die wachsende Kooperation innerhalb der NATO und der EU bei der Militärhilfe für Kyjiw. Seit Beginn des russischen Angriffs im Jahr 2022 haben westliche Länder Milliarden an Waffen und Munition geliefert, um die ukrainischen Truppen zu unterstützen. Norwegen hat sich bereits zuvor als zuverlässiger Partner erwiesen, unter anderem durch die Lieferung von NASAMS-Luftabwehrsystemen und Artilleriemunition.

Die ukrainische Regierung begrüßte die Ankündigung als „wichtigen Meilenstein“. Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte in einer Videobotschaft: „Jede Waffe, die wir erhalten, rettet Leben und bringt uns dem Sieg näher.“ Experten warnen jedoch, dass die Integration solcher Systeme Zeit in Anspruch nimmt und Schulungen für Piloten und Techniker erfordert.

Dieser Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine verstärkt auf Präzisionswaffen setzt, um russische Stellungen gezielt anzugreifen und Verluste zu minimieren. Die Lieferung könnte die Dynamik auf dem Schlachtfeld verändern und zeigt, dass die internationale Unterstützung für die Ukraine trotz anhaltender Debatten in einigen Ländern ungebrochen ist.

Weitere Details zu den technischen Spezifikationen der AASM Hammer-Bomben und ihrer potenziellen Einsatzmöglichkeiten in der Ukraine werden in den kommenden Wochen erwartet.