Trump äußert scharfe Kritik an Putin: „Er tötet zu viele Menschen“ – Krieg wird zum „Blutbad“
In einer Pressekonferenz, die eigentlich der spektakulären US-Militäroperation in Venezuela gewidmet war, kam am Ende doch noch eine letzte Frage auf den Tisch.
Eine Journalistin nutzte die Gelegenheit, um Präsident Donald Trump nach seiner aktuellen Haltung zum russischen Machthaber Wladimir Putin zu fragen – insbesondere im Kontext des anhaltenden Krieges in der Ukraine.
Trumps Antwort fiel ungewöhnlich direkt und kritisch aus: „Ich bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele Menschen.“ Der US-Präsident, der in der Vergangenheit oft eine ambivalente Beziehung zu Putin gepflegt hatte, machte deutlich, dass er mit dem Verlauf der Dinge in der Ukraine alles andere als zufrieden ist. Besonders betonte er die brutale Realität an der Front: In Städten wie Kyjiw würden ukrainische Zivilisten „bösartig“ getötet, oft durch russische Angriffe auf Wohngebiete und Infrastruktur.
„Dieser Krieg ist zu einem Blutbad geworden“, fuhr Trump fort. Er sprach von Tausenden Toten pro Monat, vor allem unter Soldaten beider Seiten, und beklagte, dass der Konflikt sich zu einer endlosen Spirale der Gewalt entwickelt habe. Trump, der im Wahlkampf versprochen hatte, den Krieg schnell zu beenden, gab indirekt zu, dass dies schwieriger sei als erwartet. „Ich dachte, es würde einfacher sein“, soll er laut Berichten hinzugefügt haben, und verwies darauf, dass er andere Konflikte – wie Spannungen zwischen Thailand und Kambodscha – in kürzester Zeit habe lösen können.
Die Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Trump intensiv an Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs arbeitet. Erst kürzlich hatte er Telefonate mit Putin geführt. Trump betonte, er sei „nicht beeindruckt“ von Putins Handlungen und wolle das „Blutvergießen“ stoppen. Dennoch signalisierte er Optimismus: Es gebe Fortschritte, und die USA würden weiter Druck ausüben, um einen Waffenstillstand zu erreichen.
Beobachter werten Trumps Worte als seltene offene Distanzierung von Putin. In einer Welt, in der geopolitische Spannungen – von Venezuela bis zur Ukraine – die Schlagzeilen dominieren, könnte diese Kritik ein Signal für härtere Verhandlungen sein. Ob sie zu einem Durchbruch führt, bleibt abzuwarten. Der Krieg in der Ukraine fordert weiterhin täglich Opfer, und die internationale Gemeinschaft schaut gespannt auf Washington.