Selenskyj verkündet Durchbruch bei US-Sicherheitsgarantien
Während die diplomatischen Kanäle zwischen Kyjiw, Moskau und Washington glühen, meldet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen entscheidenden Fortschritt: Das Dokument für langfristige Sicherheitsgarantien durch die USA ist fertiggestellt.
Bei einer Pressekonferenz in Vilnius am 25. Januar 2026 ließ Selenskyj die diplomatische Bombe platzen. „Für uns sind Sicherheitsgarantien in erster Linie Garantien der Vereinigten Staaten. Das Dokument ist zu 100 % fertig“, erklärte er vor Journalisten. Nun liege der Ball im Feld der Partner in Washington, um Datum und Ort für die Unterzeichnung festzulegen.
Der Weg zur Ratifizierung
Der ausgehandelte Vertrag soll nicht bloß eine symbolische Geste bleiben. Laut Selenskyj muss das Abkommen sowohl vom US-Kongress als auch vom ukrainischen Parlament (Werchowna Rada) ratifiziert werden, um rechtliche Bindungskraft zu entfalten.
Neben der militärischen Absicherung blickt Kyjiw auch auf wirtschaftliche Stabilität. Der Präsident betonte, dass eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union als zusätzliche wirtschaftliche Sicherheitsgarantie fungieren würde. Sein ambitioniertes Ziel: Die Ukraine soll bis 2027 bereit für den EU-Beitritt sein.
Diplomatie im Schatten der Front
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund intensiver diplomatischer Bemühungen. Erst am Wochenende hatten in den Vereinigten Arabischen Emiraten trilaterale Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA stattgefunden. Obwohl diese Verhandlungen keine großen Durchbrüche erzielten und lediglich als „konstruktiv“ bezeichnet wurden, deutet die Finalisierung des US-Sicherheitsdokuments darauf hin, dass hinter den Kulissen entscheidende Weichen gestellt wurden.
Gleichzeitig bleibt Kyjiw in der Territorialfrage hart. Selenskyj bekräftigte erneut, dass die territoriale Integrität der Ukraine nicht zur Debatte stehe – eine Position, die weiterhin im direkten Konflikt mit den maximalistischen Forderungen des Kreml steht, der auf einen Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbas pocht.
Mit dem fertigen Sicherheitsabkommen in der Tasche sendet Kyjiw ein starkes Signal der Unabhängigkeit und langfristigen Bindung an den Westen – selbst während an der Front und am Verhandlungstisch weiterhin um die Zukunft des Landes gerungen wird.