Selenskyj: Putins März-Sturm fällt aus
Der große russische Angriff, den Moskau für März geplant hatte, kommt nicht.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montagabend Klartext gesprochen: „Ihre Karten haben nichts mit der Realität zu tun.“
Der ukrainische Geheimdienst hat interne russische Dokumente für 2025 bis 2027 erbeutet. Darin stand: Erst Donezk und Luhansk komplett erobern, dann weiter nach Saporischschja, Dnipro und sogar Richtung Odessa. Alles abhängig von schnellen Siegen bis Ende 2025. Die blieben aus.
„Sie wollen es, aber sie haben nicht die Kraft“, sagte Selenskyj. Russland fehlen Reserven und Reservisten – trotz Rekrutierungen und hoher Verluste. Die eigenen Pläne passen weder zu den ukrainischen Stellungen noch zur eigenen Truppenstärke.
Trotzdem bleibt die Front heiß: Allein seit Tagesbeginn 52 russische Angriffe, 23 davon allein bei Huljajpole. Doch die gefürchtete koordinierte Großoffensive fehlt.
Für Kyjiw ein Doppelerfolg: Der Geheimdienst hat tief in Putins Planungsstäbe geschaut, und Moskau zeigt erstmals klare Grenzen. Statt Blitzkrieg droht weiterer blutiger Stellungskrieg.
Selenskyj bleibt kämpferisch: „Wir kennen ihre Absichten genau und sind vorbereitet.“ Der März-Sturm, den viele Experten schon erwartet hatten, ist vorerst abgesagt – ein kleiner Hoffnungsschimmer an der Front, die seit Jahren nicht zur Ruhe kommt.