Schwere Angriffswelle erschüttert die Ukraine: Energieinfrastruktur unter Beschuss

Schwere Angriffswelle erschüttert die Ukraine: Energieinfrastruktur unter Beschuss
Foto: Katastrophenschutzbehörde der Ukraine

Kyjiw/Charkiw – Der Krieg in der Ukraine hat am heutigen Sonntag, den 18. Januar 2026, eine neue Intensität erreicht. Eine massive russische Luftoffensive zielte in der Nacht und am frühen Morgen auf die Energieversorgung des Landes, während an der Front erbitterte Gefechte gemeldet werden.

​Massive Drohnen- und Raketenangriffe

​In einer der schwersten Angriffswellen der letzten Wochen hat Russland die Ukraine mit über 200 Drohnen sowie Marschflugkörpern attackiert. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj galten die Angriffe vor allem der kritischen Infrastruktur. Besonders betroffen waren die Regionen Kyjiw, Charkiw, Odessa, Saporischschja und Sumy.

​In der Hauptstadt Kyjiw und der Industriestadt Krementschuk führten die Treffer zu massiven Schäden am Stromnetz. Die Behörden meldeten landesweite Notabschaltungen; in Kyjiw bleiben Schulen aufgrund der ausgefallenen Heizungen und des Strommangels vorerst geschlossen. Auch die Straßenbeleuchtung wurde auf ein Minimum reduziert.

​Die humanitäre Bilanz des Tages ist bedrückend: Behördenangaben zufolge kamen durch die Angriffe mindestens fünf Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt. In Saporischschja und Charkiw trafen Geschosse auch Wohngebiete.

​Gegenoffensive und Sabotage

​Die ukrainischen Streitkräfte reagierten mit eigenen Drohnenangriffen auf russisch besetzte Gebiete sowie Ziele im russischen Hinterland. Berichten zufolge gelang es dem ukrainischen Militär, die Stromversorgung in den besetzten Teilen der Regionen Saporischschja und Cherson durch gezielte Schläge auf Umspannwerke lahmzulegen. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Region Saporischschja bestätigte Stromausfälle in Hunderten von Ortschaften.

​Auch von der Frontlinie im Osten, insbesondere im Raum Pokrowsk, werden heftige Kämpfe gemeldet. Der ukrainische Generalstab berichtete von über 130 Gefechten binnen 24 Stunden, wobei es ukrainischen Einheiten laut eigenen Angaben gelang, ihre taktischen Positionen in einigen Sektoren leicht zu verbessern.