Schweden stellt 100 Mio. Dollar für PURL-Initiative für Ukraine zur Verfügung

Inmitten anhaltender russischer Angriffe auf die Ukraine hat Schweden einen weiteren Schlag gegen die Aggression ausgeschlagen.

Schweden stellt 100 Mio. Dollar für PURL-Initiative für Ukraine zur Verfügung
Foto: Ukraine-Journal

Stockholm/Kyjiw – Das skandinavische Land kündigt eine Spende von 100 Millionen US-Dollar an, die über die innovative PURL-Initiative fließen soll. Diese Mittel sollen dringend benötigte Luftabwehrsysteme und Munition an die Front bringen – ein klares Signal der Solidarität aus dem Norden Europas.

Die Ankündigung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Seit dem Start der PURL-Initiative – einem gemeinsamen Projekt der USA und der NATO – im Jahr 2025 haben bereits 21 Länder mehr als 4,18 Milliarden Dollar zugesagt, um die Lieferung US-amerikanischer Waffen an die Ukraine zu beschleunigen. Schweden schließt sich nun mit den Niederlanden, Norwegen und dem Vereinigten Königreich zu einem Paket von insgesamt 500 Millionen Dollar zusammen. Für Schweden ist das bereits der dritte Beitrag: Insgesamt hat das Land nun 435 Millionen Dollar in PURL investiert.

„Schweden steht fest an der Seite der Ukraine“, erklärte Verteidigungsminister Pål Jonson in einer Pressekonferenz. „Durch unseren Beitrag erhält die Ukraine Prioritätszugang zu entscheidenden Verteidigungsmitteln aus den USA. Luftabwehr und Munition sind lebenswichtig, um sich gegen die unablässigen russischen Attacken zu wehren. Gemeinsam mit unseren Alliierten zeigen wir unsere unerschütterliche Hingabe für Frieden und Sicherheit in Europa.“ Jonsons Worte unterstreichen die Dringlichkeit: Russische Drohnen- und Raketenangriffe haben in den letzten Monaten zugenommen, und die Ukraine kämpft um jede Kugel und jedes System, um Zivilisten und Infrastruktur zu schützen.

PURL, das Akronym für „Priority Ukraine Response Logistics“, wurde als Reaktion auf bürokratische Hürden in der Waffenhilfe ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr sammelte das Programm rund 5 Milliarden Dollar ein, und NATO-Generalsekretär Mark Rutte ist optimistisch: „Wir rechnen damit, in diesem Jahr weitere 15 Milliarden Dollar zu mobilisieren.“ Das Vereinigte Königreich steuert separat 150 Millionen britische Pfund bei, was die Allianz weiter stärkt.

Experten sehen in diesem Schritt nicht nur militärische, sondern auch geopolitische Bedeutung. „Schwedens Engagement signalisiert, dass der Westen nicht nachlässt“, kommentiert der Sicherheitsexperte Dr. Lena Bergström von der Stockholmer Universität. „Es geht um die Verteidigung demokratischer Werte – und das in einer Zeit, in der Russland versucht, Europa zu spalten.“

Während die Ukraine weiterhin unter Druck steht, könnte diese Finanzspritze den Unterschied machen. Mit PURL wird nicht nur Geld, sondern auch Tempo in die Hilfsleistungen gebracht – ein Hoffnungsschimmer in einem Konflikt, der Europa seit Jahren in Atem hält.