Schrecklicher Raketenangriff auf Charkiw: Russland trifft Wohnhaus mitten in der Stadt
Mitten am helllichten Tag hat Russland die ukrainische Stadt Charkiw mit zwei Raketen angegriffen. Eine davon traf ein mehrstöckiges Wohnhaus im zentralen Kyivskyi-Bezirk (Kyjiwer Bezirk).
Die Explosionen ereigneten sich gegen 14:30 Uhr Ortszeit, ohne dass zuvor eine Luftalarm ausgelöst wurde. Die Bilder der Zerstörung gehen um die Welt und erinnern einmal mehr an die Brutalität dieses Krieges, der nun ins fünfte Jahr geht.
Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terekhov, meldete sofort: „Der Feind hat das Zentrum der Stadt getroffen. Der Schlag traf ein Wohnhochhaus. Es gibt erhebliche Zerstörungen und Verletzte.“ Kurz darauf bestätigte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Syniehubov, dass alle Rettungsdienste vor Ort sind. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „grausamen Schlag“ mit zwei Raketen und zeigte Fotos der Verwüstungen: Eingestürzte Fassaden, brennende Wohnungen und Trümmer, die die Straße bedecken.
Bis zum Abend stieg die Zahl der Verletzten auf mindestens 30 Personen – genaue Zahlen schwanken, da die Rettungsarbeiten andauern. Glücklicherweise wurden zunächst keine Todesopfer gemeldet, doch unter den Trümmern könnten noch Menschen eingeschlossen sein. Feuerwehr und Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, während die Stadt in Schock das neue Jahr beginnt.
Dieser Angriff ist kein Einzelfall. Bereits am 1. Januar trafen russische Bomben den beliebten Feldman-Ekopark-Zoo in Charkiw, wo eine Freiwillige verletzt wurde und das Schicksal einiger Tiere unklar bleibt. Charkiw, nur rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, gilt als eine der am stärksten leidenden Städte im Krieg. Seit 2022 wurde sie Hunderte Male beschossen – mit Raketen, Drohnen und Gleitbomben. Die Bewohner leben in ständiger Angst, viele haben die Stadt verlassen, doch Zehntausende halten aus.
Der Angriff vom 2. Januar wirft erneut die Frage auf: Warum zielt Russland systematisch auf zivile Infrastruktur? Selenskyj betonte, es handele sich um „reinen Terror gegen Zivilisten“. Internationale Beobachter sehen darin mögliche Kriegsverbrechen, da keine militärischen Ziele in unmittelbarer Nähe lagen.
Kharkiv right now ‼️ people may be trapped under the rubble. pic.twitter.com/vBm1FQNg1s
— Kate from Kharkiv (@BohuslavskaKate) January 2, 2026
Während die Welt das neue Jahr feiert, kämpft Charkiw ums Überleben. Die Resilienz der Menschen dort ist beeindruckend: Trotz Blackouts, Zerstörung und ständiger Bedrohung gehen Rettungskräfte, Ärzte und Freiwillige weiter ihrer Arbeit nach. Doch die Frage bleibt: Wie lange noch, bis die Welt diesen Terror stoppt?
Die Ereignisse erinnern uns schmerzlich daran, dass Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit ist. Charkiw steht symbolisch für den Widerstand der Ukraine – eine Stadt, die nicht kapitulieren will, egal wie hart die Schläge sind.