Russland setzt Frontdruck fort: Angriffe tagsüber in mehreren Regionen

Am 4. März setzt Russland seinen Beschuss der Ukraine unverbrochen fort – mit Angriffen auf Frontregionen, Infrastruktur und zivile Gebiete.

Russland setzt Frontdruck fort: Angriffe tagsüber in mehreren Regionen
Foto: 43. Separate Artilleriebrigade

Der Mittwoch brachte der Ukraine keine Atempause. Über den gesamten Tagesverlauf meldeten mehrere Regionen Beschuss und Gefechte – ein Bild, das inzwischen zur bitteren Normalität geworden ist.

Front unter Druck

An der Front in Richtung Charkiw verlegt die ukrainische Armee Reserven in den Bezirk Woltschansk, während russische Einheiten weiter Druck ausüben. Im Gebiet Slawjansk umzingeln russische Kräfte die Ortschaft Fjodorowka Wtoraja, die Kämpfe in Krywaja Luka und Nikiforowka dauern an. Westlich von Pokrowsk wird um die Ortschaft Hryschyne gerungen, die ukrainische Seite betrachtet sie als wichtige Verteidigungslinie.

In Saporischschja sind die Kämpfe positioneller Natur, wobei beide Seiten zahlreiche Drohnen einsetzen. In Enerhodar wurde ein Zivilist durch Beschuss verletzt.

Infrastruktur und Zivilbevölkerung getroffen

Russische Truppen rücken südlich von Rasdwinka sowie in der Nähe von Solnetschnoje in der Region Saporischschja vor. Mehrere Ortschaften im Grenzgebiet stehen unter Dauerbeschuss. Trotz der anhaltenden Eskalation arbeiten ukrainische Abwehrkräfte rund um die Uhr – doch die russische Drohnenproduktion übertrifft weiterhin die Abwehrkapazitäten.

Diplomatischer Stillstand

Während an der Front gekämpft wird, steht die Diplomatie still. Bundeskanzler Friedrich Merz reiste am Mittwoch nach Washington und traf US-Präsident Donald Trump im Oval Office. Im Mittelpunkt standen Zollfragen und die Lage im Iran – die Ukraine spielte nur eine Nebenrolle. Präsident Selenskyj geht wegen der Lage im Nahen Osten von einer weiteren Pause in den Friedensgesprächen unter US-Vermittlung aus.