Russland greift Deutschland bereits an – und Berlin rechnet mit Schlimmerem

Deutschland sieht sich einer wachsenden Bedrohung durch russische hybride Kriegsführung ausgesetzt.

Russland greift Deutschland bereits an – und Berlin rechnet mit Schlimmerem
Symbolfoto

Ein kürzlich bekannt gewordenes geheimes Dokument des Verteidigungsministeriums warnt, dass aktuelle Sabotageakte und Cyberangriffe möglicherweise nur der Auftakt zu einem größeren Konflikt sind. Der „Operationsplan Deutschland“ (OPLAN) beschreibt Russland als „größte und unmittelbare Bedrohung“ für die Sicherheit des Landes.

Ein aktueller Vorfall als Warnsignal

Am 4. Januar 2026 löste ein gezielter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in der Nähe eines Kraftwerks einen massiven Stromausfall in Südwest-Berlin aus. Zehntausende Haushalte und Unternehmen waren betroffen, Straßen lagen im Dunkeln. Das Ereignis wird als Teil einer Serie russischer Sabotageakte gewertet, die Infrastruktur, Energieversorgung und Verteidigungseinrichtungen ins Visier nehmen.

Was sagt das geheime Dokument?

Der OPLAN, der auf Erkenntnissen nationaler und alliierter Geheimdienste basiert, prognostiziert, dass hybride Angriffe – also nicht-militärische Maßnahmen wie Sabotage, Spionage und Desinformation – einem offenen Konflikt vorausgehen werden. Ziel sei es, Schwachstellen in der Regierungskooperation aufzudecken, die Bevölkerung zu verunsichern und die Entscheidungs- und Reaktionsfähigkeit zu lähmen.

Besonders betont wird Deutschlands Rolle als zentraler Logistik-Hub der NATO in Europa. Russland wolle hier NATO-Truppenbewegungen behindern, ohne sofort einen direkten Krieg zu riskieren. Bis spätestens 2029 könnte Moskau laut dem Papier die Fähigkeit zu einem großangelegten Krieg gegen die NATO entwickelt haben – auch wenn der Ukraine-Krieg andauert.

Ein Muster europaweiter Angriffe
Der Berliner Vorfall steht nicht allein. Seit 2022 hat sich die Zahl russischer Sabotageakte in Europa massiv erhöht: Brandanschläge auf Infrastruktur, Drohnen über Militärbasen, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen. Deutsche Behörden registrieren eine „enorme Zunahme“ solcher Aktivitäten, darunter Anschläge auf Bahnstrecken, Pipelines und Militärlogistik. Im Dezember 2025 rief Deutschland sogar den russischen Botschafter ein, um gegen diese „hybriden Attacken“ zu protestieren.

Russlands Strategie und die Reaktion des Westens

Moskau bestreitet alle Vorwürfe und spricht von „unbegründeten Anschuldigungen“. Westliche Geheimdienste sehen jedoch ein klares Muster: Russland nutzt Agenten, Kriminelle und Proxy-Gruppen, um unter der Schwelle eines offenen Krieges zu operieren. Das Ziel: Die Unterstützung für die Ukraine schwächen, Gesellschaften spalten und Schwachstellen testen.

Berlin reagiert mit verstärkter Wachsamkeit. Das Verteidigungsministerium bestätigt indirekt die Zunahme russischer Angriffe, ohne auf das Dokument einzugehen. Experten fordern bessere Koordination innerhalb der NATO und EU, mehr Investitionen in Infrastrukturschutz und gezielte Gegenmaßnahmen.

Die Warnung ist klar: Die hybride Bedrohung ist bereits Realität – und sie könnte der Vorbote eines größeren Konflikts sein. Deutschland und Europa müssen sich dringend wappnen.