Russland attackiert erneut Häfen in der Region Odessa: Zwei Tote, 8 Verletzte und brennende Öl-Container
Der Krieg im Süden der Ukraine reißt nicht ab: Am heutigen 7. Januar 2026 erschütterten erneute Angriffe die strategisch wichtige Hafenregion Odessa.
Odessa – Bei einem kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen nahm die russische Armee zwei zentrale Häfen ins Visier. Die Bilanz des Tages ist tragisch: Zwei Menschen verloren ihr Leben, mindestens 8 weitere wurden verletzt.
Gezielter Angriff auf Infrastruktur
Der stellvertretende Ministerpräsident für den Wiederaufbau, Oleksij Kuleba, bestätigte die Angriffe und sprach von einem gezielten Schlag gegen die maritime Logistik der Ukraine. „Leider ist ein Mensch gestorben. Wir sprechen der Familie und den Angehörigen unser Beileid aus“, erklärte Kuleba. Die Verletzten werden medizinisch versorgt. Ein späteres Update der Regionalverwaltung bestätigte, dass es nun auch ein zweites Todesopfer gab. Die beiden Männer waren 46 und 48 Jahre alt.
Die Schäden sind beträchtlich: In Mitleidenschaft gezogen wurden Hafenanlagen, Verwaltungsgebäude sowie Container, die mit Öl gefüllt waren. Besonders betroffen war der Hafen „Tschornomorsk“, wo nach Angaben der ukrainischen Hafenbehörde Container mit Öl in Brand gerieten. Auch der Hafen „Piwdennyj“ (Juschne) wurde von Raketen getroffen; hier wurden Verwaltungsgebäude und Infrastrukturobjekte beschädigt. Genau dort kam es auch zu den Todesfällen.

Trotz der Zerstörungen läuft der Betrieb in den Häfen weiter, während Einsatzkräfte vor Ort die Folgen der Angriffe beseitigen.
Hintergrund: Ein Muster der Zerstörung
Kuleba verurteilte die Angriffe scharf: „Dies ist ein weiterer Schlag des Terrorstaates gegen dieafenerinfrastruktur, die für die weltweite Ernährungssicherheit entscheidend ist.“ Russland versuche bewusst, die ukrainische Wirtschaft zu untergraben und die See-Logistik zu zerstören.
Diese Attacke reiht sich in eine Serie von Angriffen der letzten Wochen ein. Bereits Ende Dezember 2025 wurden bei russischen Schlägen auf dieselben Häfen („Piwdennyj“ und „Tschornomorsk“) zwei zivile Frachtschiffe beschädigt, darunter eines, das Weizen laden sollte. Damals führten beschädigte Öltanks sogar zu einer Umweltkatastrophe, als Tonnen von Pflanzenöl ins Schwarze Meer flossen und hunderte Seevögel töteten.
Die Lage bleibt angespannt
Der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, berichtete zudem von Schäden an Frachttransportern durch den heutigen kombinierten Raketen- und Drohnenbeschuss. Die anhaltenden Angriffe zeigen, dass Moskau weiterhin versucht, die wirtschaftliche Lebensader der Ukraine im Schwarzen Meer zu kappen – mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung und Risiken für die globale Versorgungssicherheit.