Russischer Drohnenangriff auf humanitären Hilfspunkt in der Region Cherson – Tote und Verletzte
Am 5. Januar 2026 kam es in der ukrainischen Region Cherson zu einem erneuten Angriff durch russische Truppen, bei dem ein Punkt zur Ausgabe humanitärer Hilfe ins Visier genommen wurde.
Der Angriff ereignete sich am Morgen in einem Dorf der Darivka-Gemeinde, wo sich Menschen versammelt hatten, um dringend benötigte Lebensmittel und andere Hilfsgüter zu erhalten. Nach Angaben der regionalen Behörden setzten russische Truppen mehrere Drohnen ein, die das Gebäude und dessen unmittelbare Umgebung trafen.
Dabei wurde ein 64-jähriger Mann tödlich verletzt, zwei weitere Personen im hohen Alter erlitten schwere Splitter- und Explosionsverletzungen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Einrichtung hatte ausschließlich zivilen Zwecken gedient und war für viele Bewohner der Region überlebenswichtig, insbesondere in den Wintermonaten, in denen die Versorgungslage ohnehin angespannt ist.
Vertreter der regionalen Militärverwaltung sprachen von einem gezielten Angriff auf die Zivilbevölkerung und verurteilten das Vorgehen scharf. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Angriffe ein, bei denen in den vergangenen Monaten immer wieder zivile Infrastruktur, Wohngebiete und humanitäre Einrichtungen in der Region Cherson unter Beschuss geraten sind. Die Gegend gilt aufgrund ihrer strategischen Lage im Süden der Ukraine seit Langem als besonders umkämpft, was den Alltag der Bevölkerung von ständiger Gefahr, Zerstörung und Versorgungsengpässen geprägt hat.
Der erneute Angriff auf einen humanitären Hilfspunkt verdeutlicht einmal mehr die dramatische Sicherheitslage vor Ort und zeigt, wie stark der Krieg weiterhin vor allem die Zivilbevölkerung trifft, die zwischen Frontlinien und Drohnenangriffen kaum Schutz findet.