Russischer Angriff auf kritische Infrastruktur in Saporischschja – 8.000 Haushalte weiter ohne Strom

Russische Truppen haben am frühen Morgen die kritische Energieinfrastruktur in der ostukrainischen Großstadt Saporischschja angegriffen.

Russischer Angriff auf kritische Infrastruktur in Saporischschja – 8.000 Haushalte weiter ohne Strom
Symbolfoto: Dmytro Vynohradov / Unsplash

Saporischschja – Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung (OVA) wurden dadurch zunächst rund 41.000 Verbraucher von der Stromversorgung abgeschnitten. Trotz sofortiger Reparaturarbeiten sind derzeit noch etwa 8.000 Haushalte ohne Elektrizität.

Der Angriff ereignete sich gegen 6 Uhr Ortszeit. Die Energieversorger rückten umgehend aus, um die Schäden zu beheben. Der Chef der OVA, Iwan Fedorow, teilte auf Telegram mit: „Die Wärmeversorgung erfolgt im Normalbetrieb. Ein kleiner Teil der Häuser ist vorübergehend nicht mit Strom versorgt, aber innerhalb weniger Stunden erwarten wir die vollständige Wiederherstellung.“

Fedorow betonte außerdem, dass geplante Abschaltungen in der Region üblicherweise nicht länger als vier Stunden dauern. Über Opfer oder schwerwiegendere Schäden an der Infrastruktur wurde bislang nicht berichtet.

Im Laufe der vergangenen 24 Stunden soll die Region Saporischschja nach ukrainischen Angaben insgesamt 652-mal von russischen Kräften beschossen oder attackiert worden sein.

Die ukrainischen Behörden arbeiten unter Hochdruck daran, die Stromversorgung vollständig wiederherzustellen. Die Lage bleibt angespannt, da die Region nahe der Frontlinie liegt und wiederholt Ziel russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur ist.