Russische Drohnenangriffe fordern Tote und Verletzte in der Ukraine
Inmitten des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine haben sich beide Seiten am Wochenende erneut mit Drohnenangriffen bekämpft.
Bei den russischen Attacken auf zivile und militärische Ziele kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, weitere drei wurden verletzt. Die Angriffe unterstreichen die zunehmende Rolle unbemannter Fluggeräte im Kriegsgeschehen und heizen die Spannungen weiter an.
Der ukrainische Militär hat Berichten zufolge den Hafen Taman in der russischen Provinz Krasnodar am Schwarzen Meer angegriffen. Lokale Behörden in Krasnodar meldeten Schäden an einem Öltank, einem Lagerhaus sowie an Hafenterminals. Die Provinz liegt strategisch günstig gegenüber der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim und dient als wichtiger Logistikpunkt für russische Militäroperationen. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, mehrere ukrainische Drohnen seien abgeschossen worden, ohne weitere Details zu den Schäden zu nennen.
Auf der anderen Seite startete Russland Drohnenangriffe auf ukrainische Städte im Süden des Landes. In der Stadt Cherson, die unter ständiger Bedrohung steht, kamen nach Angaben der ukrainischen Militärverwaltung zwei Zivilisten ums Leben. Die Attacken richteten sich offenbar gegen zivile Infrastruktur, was zu erheblichen Zerstörungen führte. In der Großstadt Saporischschja, die ebenfalls häufig Ziel russischer Angriffe ist, wurden drei Personen verletzt. Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtete von zahlreichen Drohnen, die über den Städten gesichtet wurden.
Diese jüngsten Vorfälle sind Teil einer Serie gegenseitiger Drohnenoperationen, die seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 eskaliert sind. Experten warnen, dass der Einsatz von Drohnen den Konflikt verlängert und die Zivilbevölkerung stärker gefährdet.
Die ukrainische Militärverwaltung in Cherson forderte die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen und Warnungen ernst zu nehmen. Aus Moskau hieß es, die Angriffe seien eine "notwendige Verteidigungsmaßnahme" gegen ukrainische Aggressionen.
Der Krieg hat bislang Tausende von Zivilopfern gefordert und weitreichende humanitäre Krisen ausgelöst. Eine dauerhafte Lösung scheint derzeit fern, während die militärischen Auseinandersetzungen anhalten.