Russische Angriffe auf Charkiw - Eine Tote und mehrere Verletzte
Bei mehreren russischen Angriffen auf die Stadt Charkiw am 19. Januar 2026 ist eine 69-jährige Frau ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen wurden verletzt, einige davon schwer.
Charkiw – Nach Angaben der Stadt- und Gebietsverwaltung begann die Angriffsserie am Vormittag mit dem Einschlag von vier Raketen auf ein Objekt der kritischen Infrastruktur. Dadurch entstanden erhebliche Schäden an der Energieversorgung. Später am Nachmittag folgten drei Treffer mit gelenkten Luftbomben (KAB) im Slobidskyj-Bezirk. Betroffen waren ausschließlich zivile Wohngebiete.
Infolge der Bombardements wurden etwa dreißig private Wohnhäuser beschädigt, eines davon wurde komplett zerstört. Rettungskräfte und medizinisches Personal sind im Dauereinsatz. Zwei der Verletzten mussten stationär aufgenommen werden.
Die Angriffe ereigneten sich vor dem Hintergrund anhaltender russischer Schläge auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Bereits in den Tagen davor waren in Charkiw mehrere Energieanlagen schwer beschädigt worden, was in der aktuellen Kälteperiode zu massiven Problemen bei der Strom- und Wärmeversorgung führt.
Charkiw bleibt seit Beginn der großangelegten Invasion eines der am stärksten betroffenen ukrainischen Zentren. Die Stadt liegt nur etwa 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt und ist regelmäßig Ziel von Raketen-, Drohnen- und Bombenangriffen.