Nächtlicher Drohnen-Terror über Kyjiw: Süßwarenfabrik getroffen – eine Tote und mehrere Verletzte
Eine erneute Welle massiver russischer Luftangriffe hat in der vergangenen Nacht die ukrainische Hauptstadt erschüttert und eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
Wie der Staatliche Dienst für Notfallsituationen (DSNS) berichtet, forderte der Angriff ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Besonders schwer getroffen wurde dabei eine bekannte Süßwarenfabrik im Süden der Stadt.
Tödlicher Treffer im Holosiivskyi-Viertel
Im Stadtteil Holosiivskyi ereignete sich die schwerste Tragödie der Nacht. Drohnenangriffe führten zu massiven Zerstörungen im obersten Stockwerk einer dortigen Konditoreifabrik. Für eine 49-jährige Frau kam jede Hilfe zu spät – sie starb noch am Unglücksort. Zwei weitere Personen erlitten Verletzungen. Auch ein nahegelegenes privates Wohnhaus wurde durch die Wucht der Explosionen beschädigt.
Brände und Zerstörung quer durch die Stadtbezirke
Die Angriffswelle beschränkte sich nicht auf einen einzigen Bezirk. Im Stadtteil Dniprovskyi kämpften Feuerwehrleute gegen Flammen in einer Garagenkooperative. Dramatische Szenen spielten sich an einem anderen Standort ab, wo ein Tanklastwagen in Brand geriet und Treibstoff austrat. Den Einsatzkräften gelang es jedoch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen; eine Person wurde hierbei verletzt.
Auch in anderen Teilen von Kyjiw heulten die Sirenen:
- Im Darnyzkyj-Viertel trafen Geschosse ein unbewohntes Hochhaus, was zu Zerstörungen und einem Brand führte, der mittlerweile gelöscht wurde.
- Im Solomianskyi-Viertel wurde ein Bürogebäude beschädigt.
Infrastruktur im Visier
Die Polizei von Kyjiw meldet weitreichende Schäden an der zivilen Infrastruktur. Neben Wohngebäuden und Fahrzeugen wurden auch ein Einkaufszentrum, eine Bibliothek sowie die Umzäunung eines oberirdischen Abschnitts der grünen U-Bahn-Linie in Mitleidenschaft gezogen.
Insgesamt ist derzeit von vier verletzten Personen die Rede. Die Aufräumarbeiten dauern an, während Ermittler, Sprengstoffexperten und Rettungskräfte weiterhin vor Ort im Einsatz sind, um die Folgen dieser dunklen Nacht zu bewältigen. Auch aus Charkiw wurden in derselben Nacht schwere Angriffe mit 19 verletzten Zivilisten gemeldet.