+UPDATE+ Nach russischem Beschuss: Fast vollständiger Stromausfall in Dnipropetrowsk und Saporischschja
Nach erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur ist die Stromversorgung in zwei Schlüsselregionen des Landes fast vollständig zusammengebrochen.
Kyjiw/Dnipro – Wie das ukrainische Energieministerium am späten Abend des 7. Januar 2026 bestätigte, sind die Oblaste Dnipropetrowsk und Saporischschja massiv betroffen.
Kritische Infrastruktur am Limit
Der Angriff hat das Stromnetz so schwer getroffen, dass weite Teile der Regionen im Dunkeln liegen. Lediglich die kritische Infrastruktur kann derzeit noch über eine Notstromversorgung aufrechterhalten werden. Das Ministerium teilte via Telegram mit, dass Techniker und Reparaturtrupps in den Startlöchern stehen: „Die Inspektion der Schäden, die Bewertung der Folgen und die Wiederherstellungsarbeiten werden beginnen, sobald die Sicherheitslage es zulässt.“
Landesweite Auswirkungen
Die Folgen der Angriffe sind auch über die betroffenen Regionen hinaus zu spüren. Für Donnerstag, den 8. Januar, wurden landesweit stündliche Abschaltpläne für Haushalte und Leistungsbegrenzungen für die Industrie angekündigt. Neben den militärischen Angriffen erschwert auch schlechtes Wetter in einigen Teilen des Landes die stabile Versorgung.
Die Situation bleibt angespannt, während die Ukraine erneut darum kämpft, das Licht inmitten des Winters und des Krieges am Leuchten zu halten.
Stromversorgung in der Region Saporischschja nach Drohnenangriff wiederhergestellt
In der ukrainischen Region Saporischschja konnte die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt werden. Wie Andrej Stasewskyj, der Leiter von „Saporischschjaoblenergo“, mitteilte.
Die Reparaturarbeiten begannen unverzüglich und dauerten die ganze Nacht an. Priorität hatten dabei kritische Infrastrukturen wie die Wärme- und Wasserversorgung. Bereits um 05:00 Uhr morgens – nach weniger als sieben Stunden – waren die Arbeiten abgeschlossen und die Haushalte wieder am Netz.
Im Kontext der Angriffe berichteten Behörden zudem von insgesamt 698 russischen Angriffen auf 30 Ortschaften in der Region innerhalb eines Tages, bei denen fünf Menschen verletzt wurden.