Lubinets: Russland hat bis Ende 2025 mindestens 337 ukrainische Kriegsgefangene hingerichtet
Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets hat Russland schwere Kriegsverbrechen vorgeworfen.
Bis Ende 2025 wurden nach Lubinets Angaben 337 ukrainische Kriegsgefangene von russischen Kräften bewusst und brutal hingerichtet.
Lubinets sprach im Rahmen eines interaktiven Dialogs mit dem UN-Sonderberichterstatter für Folter bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. Er erklärte, Russland habe Folter zur systematischen Staatspolitik gemacht und setze sie gezielt als Waffe ein. Laut Daten der Vereinten Nationen erleiden mehr als 95 Prozent aller ukrainischen Kriegsgefangenen in russischem Gewahrsam systematische Folter.
Der Ombudsmann forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Russland massiv zu erhöhen. „Dieses Thema ist kritisch wichtig – die Welt darf nicht abseits stehen“, betonte Lubinets. Er rief dazu auf, jedes einzelne Verbrechen lückenlos zu dokumentieren und die Verantwortlichen konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
Bislang hat die Ukraine 6.422 Personen aus russischer Gefangenschaft zurückholen können, darunter 409 Zivilisten. Im deutlichen Kontrast dazu behandelt die Ukraine russische Kriegsgefangene streng nach den Genfer Konventionen. Ihnen werden Familienkontakte ermöglicht und sie können einer bezahlten Arbeit nachgehen.
Die Aussagen des Menschenrechtsbeauftragten unterstreichen die dramatische Lage ukrainischer Gefangener in russischer Hand und die Dringlichkeit verstärkter internationaler Maßnahmen.