Kritische Infrastruktur in Kyjiw wieder am Netz

Aufatmen in der ukrainischen Hauptstadt: Nach den schweren Angriffen am 20. Januar ist es den Energietechnikern gelungen, einen entscheidenden Teilsieg im Kampf gegen die Dunkelheit zu erringen.

Kritische Infrastruktur in Kyjiw wieder am Netz
Foto: Nguyen Khiem / Unsplash

Kyjiw – Wie der ukrainische Energiekonzern DTEK berichtet, wurde die kritische Infrastruktur der Stadt wieder vollständig mit Strom versorgt.

Stabilisierung unter schwierigen Bedingungen

Die Teams der Energieversorger haben rund um die Uhr gearbeitet, um die lebenswichtigen Adern der Millionenmetropole wiederzubeleben. Die erfolgreiche Wiederherstellung der Stromversorgung für Krankenhäuser, Wasserwerke und Fernwärmesysteme markiert einen ersten wichtigen Schritt zur Normalisierung der Lage.

​Dennoch bleibt die Gesamtsituation in Kyjiw angespannt. Während die strategisch wichtigen Einrichtungen gesichert sind, leiden viele Privathaushalte weiterhin unter den Folgen der Zerstörung. Nach Angaben von DTEK sind Notabschaltungen im gesamten Stadtgebiet nach wie vor notwendig.

Schwerpunkte der Zerstörung

Besonders betroffen sind die Stadtteile im linken Uferbereich Kyjiws. Durch gezielte Angriffe auf die Energieerzeugungsanlagen der Hauptstadt ist die Lage in den Bezirken Dniprowskyj und Desnjanskyj derzeit am kritischsten. Insgesamt sind noch rund 44.000 Verbraucher ohne Strom.

Der Kampf gegen die Kälte

Die Dringlichkeit der Arbeiten wird durch die winterlichen Temperaturen verschärft. Berichten zufolge waren am Morgen des 21. Januar noch etwa 4.000 Wohnhäuser ohne Heizung und fast 60% der Hauptstadt zeitweise ohne Strom. Die Techniker arbeiten weiter unter Hochdruck daran, nach der kritischen Infrastruktur nun auch die Wohngebiete schrittweise wieder ans Netz zu bringen.