Hochsicherheit ausgehebelt: Drei kleine Drohnen blamieren Deutschlands modernste Raketenabwehr

Es ist das Herzstück der europäischen Luftverteidigung gegen Putins neue Hyperschallwaffen. Doch bevor das Milliarden-System "Arrow 3" überhaupt offiziell in Dienst gestellt werden konnte, deckten Unbekannte eine gefährliche Lücke auf – mit simpelster Technik.

Hochsicherheit ausgehebelt: Drei kleine Drohnen blamieren Deutschlands modernste Raketenabwehr
Foto: topwar.ru

Holzdorf/Berlin – Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber laut einem Bericht von Defense Romania bittere Realität geworden: Deutschlands neues, 3,5 Milliarden Euro teures Vorzeigeprojekt "Arrow 3" wurde von drei unbekannten Mini-Drohnen ausmanövriert.

​Der Vorfall am Fliegerhorst Holzdorf

​Der Schauplatz: Der Fliegerhorst Holzdorf an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Hier wird derzeit die erste Batterie des israelischen Systems "Arrow 3" installiert, das speziell dafür konzipiert ist, interkontinentale ballistische Raketen (wie die russische "Oreschnik") außerhalb der Atmosphäre abzufangen.

​Doch nur zwei Tage vor der geplanten "Initial Operational Capability" (der ersten Einsatzbereitschaft) geschah das Unfassbare. Drei unbekannte Drohnen tauchten über dem Gelände auf. Sie näherten sich ungehindert bis auf 100 Meter der empfindlichen Radaranlage – dem "Auge" des gesamten Systems.

​High-Tech-Waffen machtlos gegen "Spielzeug"?

​Die Reaktion der Bundeswehr wirkte fast verzweifelt. Ein schnell herbeigeeiltes Eingreifteam versuchte, die Eindringlinge abzuwehren. Dabei kamen laut Berichten modernste Handfeuerwaffen zum Einsatz: Sturmgewehre vom Typ G27P, ausgestattet mit dem israelischen "Smash X4"-Visier. Dieses "Smart-Scope" berechnet per Computer die Flugbahn von Zielen und soll eigentlich eine Treffergarantie gegen Drohnen bieten.

​Das ernüchternde Ergebnis: Null Treffer. Die drei Drohnen konnten weder abgeschossen noch abgefangen werden und verschwanden schließlich unerkannt in der Dunkelheit.

​"Vorsätzliche Spionage"

​Deutsche Sicherheitsbehörden, darunter die Militärpolizei und der Militärische Abschirmdienst (MAD), haben den Vorfall inzwischen als "vorsätzliche Spionage" eingestuft. Experten warnen, dass dies weit mehr als ein "Jungenstreich" war.

​Die Implikationen sind alarmierend:

  1. Verwundbarkeit: Ein System, das Raketen im Weltraum abfangen soll, scheint am Boden gegen billige Quadrocopter fast schutzlos zu sein.
  2. Sabotage-Gefahr: Wären die Drohnen mit Sprengstoff beladen gewesen, hätten sie das Radar – und damit das gesamte System – vermutlich mit Kosten von wenigen tausend Euro ausschalten können.
  3. Der russische Schatten: Analysten vermuten Russland hinter der Aktion. Ähnliche Vorfälle über kritischer Infrastruktur in ganz Europa häufen sich. Das Ziel: Schwachstellen testen und psychologischen Druck ausüben.

​Ein teures Lehrstück

​Der Vorfall zeigt das asymmetrische Dilemma moderner Kriegsführung. Während Deutschland plant, weitere Milliarden in Hochtechnologie zu investieren (Berlin erwägt den Kauf weiterer Arrow-3-Systeme für 3 Milliarden Euro), offenbart sich eine Lücke im Nahbereichsschutz.

​Experten fordern nun dringend eine Nachbesserung. "Wenn wir die Nahbereichsverteidigung solcher strategischen Assets nicht massiv verstärken", so ein Analyst, "könnte im Ernstfall Arrow 3 ausgeschaltet sein, bevor die erste feindliche Rakete überhaupt gestartet ist." Bis zur vollen Einsatzfähigkeit des Systems im Jahr 2030 bleibt also noch viel zu tun – nicht nur im Weltraum, sondern auch am Zaun des eigenen Stützpunkts.