Geheimdienst schlägt Alarm: Russland bereitet Großangriff vor
In einer ernsten Botschaft an die Nation hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitagabend vor einem drohenden neuen russischen Großangriff gewarnt.
Kyjiw. – Unter Berufung auf aktuelle Geheimdienstinformationen rief Selenskyj die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Vorbereitungen des Feindes erkannt
„Unsere Aufklärung verfügt über Informationen, dass die Russen sich auf neue massive Angriffe vorbereiten“, erklärte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Er richtete dabei spezifische Anweisungen an die Luftverteidigung und das Militär, appellierte jedoch auch eindringlich an die Zivilbevölkerung: „Bitte achten Sie auf Luftalarm. Bitte helfen Sie denen in Ihrer Nähe, die einsam sind oder Ihre Unterstützung brauchen.“
Kritischer Engpass bei der Flugabwehr
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die ukrainische Luftverteidigung unter massivem Druck steht. Der Präsident sprach offen über den Mangel an entscheidender Ausrüstung: „Wir sprechen ehrlich mit unseren Partnern über Raketen für die Luftabwehr und über die Systeme selbst, die für den Schutz so notwendig sind.“
Die aktuellen Lieferungen seien unzureichend, so Selenskyj weiter. Zwar seien an diesem Freitag einige dringend benötigte Raketen in den Arsenalen der Verteidiger eingetroffen – zuvor hätten mehrere Systeme, darunter nicht nur die amerikanischen Patriots, sondern auch europäische Modelle, zeitweise keine Munition mehr gehabt –, doch die Lücke bleibe kritisch.
Ein Appell an die Partner
„Wir versuchen, die Lieferungen zu beschleunigen, und es ist wichtig, dass die Partner uns hören“, betonte das Staatsoberhaupt. Während das ukrainische Verteidigungsministerium auf Hochtouren arbeite, hänge der Schutz des Himmels weiterhin stark von der Geschwindigkeit und dem Umfang der westlichen Unterstützung ab.
Die Warnung vor dem bevorstehenden Angriff unterstreicht die fragile Sicherheitslage, in der sich das Land befindet, während es gleichzeitig versucht, auf diplomatischem Parkett – etwa bei den anstehenden Gesprächen in den USA und Davos – langfristige Sicherheitsgarantien zu verhandeln.