Explosionen auf besetzter Krim: Drohnenangriffe auf russische Militärflugplätze Belbek und Saki

Auf der von Russland besetzten Krim hat es in der Nacht zum Freitag eine Serie schwerer Explosionen gegeben.

Explosionen auf besetzter Krim: Drohnenangriffe auf russische Militärflugplätze Belbek und Saki
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Explosionen auf besetzter Krim
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Sewastopol/Simferopol – Nach Angaben ukrainischer Monitoring-Kanäle („Crimean Wind“, „Exilenova+“ und „Supernova+“) wurden die russischen Militärflugplätze Belbek und Saki sowie das Gebiet um den Flugplatz Katscha angegriffen.

In Sewastopol heulten mehrfach die Luftschutzsirenen. Die russische Luftabwehr war auch im Raum Bachtschissarai aktiv. Lokale Bewohner meldeten, dass durch die Explosionen Fensterscheiben in Wohngebäuden zu Bruch gingen.

Der von Russland eingesetzte Chef der Besatzungsverwaltung von Sewastopol, Michail Raswoschajew, bestätigte den Angriff und erklärte, die russische Flugabwehr habe gemeinsam mit der Schwarzmeerflotte „mehr als 16 Drohnen liquidiert“.

Über mögliche Schäden an den Flugplätzen oder Verluste auf russischer Seite wurden bislang keine offiziellen Angaben gemacht. Auch über Opfer auf der Krim liegen derzeit keine Berichte vor.

Der Vorfall reiht sich ein in eine Reihe ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Militäreinrichtungen auf der besetzten Halbinsel. Erst in der Nacht zuvor hatte es einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Treibstoffdepot im Gebiet Pskow gegeben.

Die ukrainischen Streitkräfte haben sich bislang nicht offiziell zu dem Angriff auf die Krim bekannt. Die Lage auf der annektierten Halbinsel bleibt angespannt.