Erneuter russischer Raketenangriff auf Krywyj Rih: Zivile Wohnhäuser im Visier

Am Abend des 8. Januar hat Russland erneut die ukrainische Stadt Krywyj Rih mit ballistischen Raketen angegriffen.

Erneuter russischer Raketenangriff auf Krywyj Rih: Zivile Wohnhäuser im Visier
Privates Foto aus den sozialen Medien

Krywyj Rih, – Zwei Iskander-Raketen schlugen in Wohngebieten ein und trafen direkt Mehrfamilienhäuser. Der Angriff, der sich gegen zivile Infrastruktur richtete, forderte zahlreiche Verletzte und unterstreicht die anhaltende Strategie Russlands, die Zivilbevölkerung in der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu terrorisieren.

Laut Oleksandr Vilkul, Leiter des Verteidigungsrats der Stadt Krywyj Rih, wurden die Raketen gezielt auf Apartmentgebäude abgefeuert. „Die Russen haben mit zwei ballistischen Iskander-Raketen Wohnhäuser getroffen. Hilfe wird den Betroffenen geleistet. Wir verstehen alles, alle arbeiten“, schrieb Vilkul in seinem Telegram-Kanal. Spätere Meldungen sprechen von mindestens zehn Verletzten, darunter ein Mann in kritischem Zustand, dem durch die Explosion ein Bein abgetrennt wurde. Er wird derzeit operiert. Frühere Berichte erwähnten zunächst fünf Verletzte, einschließlich eines Kindes.

Der Angriff begann gegen 17 Uhr Ortszeit, als die ukrainische Luftwaffe eine ballistische Bedrohung aus dem Süden meldete. Explosionen wurden kurz darauf in der Stadt gehört. Krywyj Rih, eine der längsten Städte Europas mit rund 600.000 Einwohnern und bedeutendem Industriestandort, ist seit Beginn der großangelegten Invasion ein wiederkehrendes Ziel russischer Angriffe. Die Stadt liegt etwa 70 Kilometer von der Frontlinie entfernt und ist besonders symbolträchtig als Geburtsort von Präsident Selenskyj.

Dieser jüngste Schlag reiht sich in eine Serie von Attacken ein, die in den ersten Tagen des Jahres 2026 verstärkt auf Energie- und zivile Infrastruktur abzielten. Bereits am 7. Januar wurden bei einem großangelegten Angriff acht Menschen in Krywyj Rih verletzt. Die Region Dnipropetrowsk steht unter besonderer Beobachtung, da Russland weiterhin versucht, Strom- und Heizversorgung zu sabotieren – Tausende Haushalte waren zeitweise ohne Elektrizität.

Der Angriff auf zivile Wohnhäuser verstößt klar gegen internationales Recht und wird von ukrainischer Seite als bewusster Terror gegen die Bevölkerung gewertet. Rettungskräfte und Behörden sind vor Ort im Einsatz, um Schäden zu beheben und Betroffene zu versorgen. Während die genaue Opferbilanz noch aktualisiert wird, bleibt die Botschaft klar: Russland setzt seinen Krieg gegen ukrainische Zivilisten fort, ohne Rücksicht auf humanitäre Normen.

Die Ukraine appelliert weiter an die internationale Gemeinschaft, die Luftverteidigung zu stärken, um solche Angriffe künftig abzuwehren. Krywyj Rih steht – einmal mehr – für den unbeugsamen Widerstand der gesamten Nation.