Erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe auf russische Militär- und Logistikziele

In der Nacht zum 6. Januar haben Drohnen des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) zwei wichtige russische Objekte tief im Hinterland getroffen.

Erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe auf russische Militär- und Logistikziele

Betroffen waren ein großes Raketen- und Artilleriearsenal in der Region Kostroma sowie eine Ölbasis in der Region Lipetsk. Quellen des SBU bestätigen die Angriffe und betonen, dass diese Operationen die russische Kriegsführung erheblich schwächen sollen.

Der erste Angriff galt dem Arsenal Nr. 100 des Haupt-Raketen- und Artilleriedirektorats (GRAU) im Neisky-Bezirk der Region Kostroma, etwa 500 Kilometer nordöstlich von Moskau. Dort kam es zu massiven Explosionen durch die Detonation von Munition, die die ganze Nacht anhielten. Lokale Behörden evakuierten Anwohner aus umliegenden Dörfern. Dieses Arsenal versorgte nach Angaben des SBU niedrigere Lager im westlichen und zentralen Frontabschnitt mit Artillerie- und Raketenmunition – ein kritischer Knotenpunkt in der russischen Logistikkette.

Der zweite Treffer ereignete sich auf der Ölbasis „Gerkon Plus“ im Dorf Streletskie Hutora in der Region Lipetsk. Dort brach ein intensiver Brand aus, der große Teile der Anlage erfasste. Die Basis versorgte drei russische Regionen – Tambow, Woronesch und Lipetsk – mit Treibstoff und war damit essenziell für die Versorgung der russischen Streitkräfte.

Eine informierte SBU-Quelle erklärte gegenüber ukrainischen Medien: „Im neuen Jahr setzt der SBU seine erfolgreichen Operationen gegen russische Militär- und Ölanlagen fort, um die Fähigkeit des Feindes zu verringern, seine Armee mit Munition und Treibstoff zu versorgen. Alle russischen Hinterland-Objekte, die den Krieg gegen die Ukraine unterstützen, sind legitime Ziele.

“Diese Angriffe passen in eine Serie ähnlicher Operationen. Erst am 31. Dezember 2025 trafen SBU-Drohnen eine weitere Ölbasis in der Region Jaroslawl. Die ukrainische Seite setzt verstärkt auf fernwirksame Drohnen des Spezialzentrums „Alpha“, um russische Logistik tief im Territorium zu stören, ohne eigene Bodentruppen zu riskieren.

Russische Behörden bestätigten indirekt Vorfälle: In Kostroma sprach man von „abgefangenen Drohnen“ und einer „lokalen Feuer“, in Lipetsk von einem Brand nach „Drohnenabsturz“. Unabhängige Berichte und Videos aus sozialen Medien zeigen jedoch massive Rauchwolken und Explosionen.

Die Angriffe unterstreichen die wachsende Reichweite ukrainischer Drohnenangriffe und zielen darauf ab, Russlands Nachschub für die Offensive in der Ukraine zu behindern. Experten sehen darin einen strategischen Schwerpunkt Kyjiws für das Jahr 2026.