Elon Musk: „Maßnahmen gegen russische Starlink-Nutzung wirken“
Der Tech-Milliardär und SpaceX-Chef Elon Musk hat am Sonntag, den 1. Februar 2026, via X (ehemals Twitter) einen spürbaren Erfolg vermeldet.
Die von Musks Unternehmen eingeleiteten technischen Schritte, um die unbefugte Nutzung des Satelliteninternets Starlink durch russische Streitkräfte zu unterbinden, zeigen erste Wirkung.
In seinem Post schrieb Musk wörtlich: „Looks like the steps we took to stop the unauthorized use of Starlink by Russia have worked. Let us know if more needs to be done.“ („Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert. Lasst uns wissen, ob mehr getan werden muss.“) Mit der offenen Einladung zu weiteren Rückmeldungen signalisiert Musk Kooperationsbereitschaft – ein Schritt, der in Kyjiw mit Erleichterung aufgenommen wird.
Looks like the steps we took to stop the unauthorized use of Starlink by Russia have worked. Let us know if more needs to be done.
— Elon Musk (@elonmusk) February 1, 2026
Hintergrund der Debatte sind Berichte aus der Ukraine, wonach russische Einheiten Starlink-Terminals auf Drohnen montieren und damit gezielte Angriffe durchführen. Ukrainische Quellen hatten in den vergangenen Wochen Videos und Analysen veröffentlicht, die zeigten, wie „Shahed“-Drohnen mit Starlink-Verbindung manuell gesteuert wurden – ohne dass sich in der Nähe andere Drohnen für ein alternatives Netzwerk befanden. Der ukrainische Digitalminister Mykhailo Fedorov hatte SpaceX direkt kontaktiert und konkrete technische Vorschläge unterbreitet, um diese Sicherheitslücke zu schließen.
Aus dem Präsidialamt in Kyjiw kam ebenfalls eine klare Reaktion: Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte die schnelle Reaktion von SpaceX und Musk in einer kurzen Stellungnahme und erinnerte an die entscheidende Rolle, die Starlink seit Beginn der großangelegten russischen Invasion 2022 für die ukrainische Verteidigung und Zivilkommunikation spielt. „Wir schätzen die Partnerschaft mit Elon Musk und seinem Team sehr“, ließ Selenskyj mitteilen. „Die heutige Nachricht ist ein wichtiger Schritt, um unsere Soldaten und unsere Städte besser zu schützen.“
Die Entwicklungen unterstreichen einmal mehr die strategische Bedeutung von Privatunternehmen in modernen Konflikten. Starlink, das mit Tausenden Satelliten ein globales Hochgeschwindigkeitsnetz bereitstellt, ist längst zu einem zentralen Element der ukrainischen Kommunikationsinfrastruktur geworden – und damit auch zu einem potenziellen Ziel für russische Gegenmaßnahmen.
Während in Kyjiw die Hoffnung überwiegt, dass die aktuellen Sperren langfristig halten, bleibt die Lage dynamisch. Musk hat bereits angedeutet, dass weitere Anpassungen möglich sind, falls neue Umgehungsversuche auftauchen. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob die technische Blockade stabil bleibt oder ob der „Satellitenkrieg“ in der Ostukraine eine neue Runde einleitet. Für die ukrainische Führung um Präsident Selenskyj ist dies jedoch ein klares Zeichen: Die Unterstützung aus dem Silicon Valley hält – und wird aktiv genutzt.