Drohnen schlagen zu – Russische Raffinerie in Brand gesetzt
In der Nacht zum 28. Februar 2026 hat ein Drohnenangriff ein loderndes Feuer in einer Ölraffinerie im südlichen Russland entfacht.
Trümmer eines unbemannten Fluggeräts krachten in die Anlage nahe dem Dorf Novominskaya in der Region Krasnodar Krai, die rund 250 Kilometer von der ukrainischen Frontlinie entfernt liegt. Als strategisches Ziel im laufenden Konflikt wurde die Raffinerie zum Schauplatz eines Drohnenangriffs.
Das Inferno brach in einem der Tanks aus und fraß sich über eine Fläche von etwa 150 Quadratmetern. Russische Behörden berichteten von einer massiven Drohnenwelle in jener Nacht: Insgesamt sollen 97 ukrainische UAVs abgefangen worden sein, darunter 40 über der besetzten Krim, 22 in Brjansk, 16 in Belgorod, 10 über dem Schwarzen Meer und mindestens vier in Krasnodar Krai. Solche Angaben unterstreichen die Intensität der Luftangriffe, auch wenn sie unabhängig nicht bestätigt sind.
Der Treffer auf die Albashneft „Mini-Raffinerie“ ist kein Novum. Die Ukraine hat in den letzten Monaten wiederholt mit hausgemachten Drohnen russische militärische und industrielle Ziele attackiert. Krasnodar Krai, nur eine Meerenge von der Krim entfernt, stand bereits mehrmals im Fokus – sogar dieselbe Anlage in Novominskaya wurde im Februar 2025 schon einmal angegriffen.
Für Kyjiw sind russische Ölanlagen faire Ziele: Sie liefern nicht nur Treibstoff für die Armee, sondern spülen auch Milliarden aus Exporten in die Kriegskasse des Kremls. Solche Schläge könnten die russische Logistik und Wirtschaft nachhaltig schwächen, selbst wenn der unmittelbare Schaden überschaubar bleibt.
Dieser Vorfall beleuchtet die Eskalation im Drohnenkrieg, der den russisch-ukrainischen Konflikt nun ins fünfte Jahr treibt. Beide Seiten nutzen ferngesteuerte Systeme, um tief ins Feindesland vorzustoßen, ohne eigene Soldaten zu opfern. Russland hat ukrainische Infrastruktur wiederholt bombardiert, was zu Blackouts und zivilen Leid führte.
Während Moskau von „Terrorakten“ spricht, sieht Kyjiw darin legitime Selbstverteidigung gegen die russische Invasion.